Kategorie:Schule und (Aus-)Bildung

FDP Rimbach: Stellungnahme zur Vorlage „Kinderbetreuung“

Roland von Hunnius (FDP) in der Gemeindevertretung Rimbach am 16.03.2016

Heute, in der letzten Sitzung der GVe, beraten wir über eines der wichtigsten – vielleicht das wichtigste – Vorhaben dieser Wahlperiode. Es geht um die Zukunft der Gemeinde Rimbach: es geht um Kinder und ihre Familien. Über alle politischen Kräfte hinweg besteht Einigkeit: den Bedürfnissen der Kinder gebührt die höchste Priorität.

Die ev. Kirchengemeinde Rimbach hatte den Vertrag mit der poltischen Gemeinde zum Betrieb des Kindergartens nach 80 Jahren zum 31.12.2016 überraschend gekündigt. Die Gemeinde Rimbach war gezwungen, die Betreuung von zurzeit 75 Kleinkindern ab Januar 2017 sicherzustellen.

Mit der Vorlage des GVo und den beabsichtigten neuen Verträgen ist dies gelungen. Eltern und Kinder können aufatmen. Es wird weiterhin einen evangelischen Kindergarten in Rimbach geben.

Ende gut – alles gut. Ende gut – alles gut?

Ein paar Merkwürdigkeiten bleiben bestehen:

  1. Warum kam es überhaupt zu der Kündigung, durch die erst die missliche Lage geschaffen wurde? Die offizielle Begründung des Kirchenvorstands lautet, man sei nicht länger in der Lage gewesen, die Verwaltung des KiGa mit ehrenamtlichen Führungskräften zu schultern. Die kleinere Kirchengemeinde Zotzenbach schafft das jedoch weiterhin und hat sogar zusätzlich die U3-Betreung übernommen. Und: wenn das Management des KiGA so aufwändig ist: warum hat sich der Kirchenvorstand nicht innerhalb der kirchlichen Familie darum bemüht, eine neue Trägerschaft zu organisieren und mit einem konkreten Lösungsvorschlag auf die bürgerliche Gemeinde zuzukommen, statt den bestehenden Vertrag einfach zu kündigen?
  2. In dem Vertragsentwurf mit der ev. Kirchengemeinde Rimbach ist ein Wiederkaufsrecht vorgesehen für den Fall, dass die politische Gemeinde innerhalb von 30 Jahren den Grundbesitz anders als zum Zweck der Kinderbetreuung nutzen solle. Das hat die Gemeinde sicherlich nicht vor.

Aber: ein Vertragspartner, der gerade selbst seine Kinderbetreuung mit einer Frist von einem Jahr beendet, verlangt von der Gemeinde Rimbach, sich auf 30 Jahre festzulegen.

  1. Die ev. Kirchengemeinde hat die bauliche Unterhaltung ihres Kindergartens über viele Jahre vernachlässigt und zum Beispiel in Kauf genommen, dass das Dach mit Wellasbestplatten gedeckt war. Statt das Gebäude zu sanieren, hat der ev. Kirchenvorstand den Vertrag gekündigt und überlässt der politischen Gemeinde die bauliche Lösung. Jetzt erstellt die Gemeinde Rimbach ein völlig neues Gebäude nach den aktuellen Erfordernissen, stellt es der ev. Kirche – wenn auch in Gestalt der Gemeinde Reichenbach – zur Verfügung und sorgt für die laufende Instandhaltung.
  2. Der beabsichtigte Betriebsvertrag bezieht sich auf die Betreuung von maximal 75 Kindern. Die Gemeinde Rimbach sieht aber mittelfristig einen Bedarf von weiteren 25 Plätzen. Für diese Plätze wird baulich Vorkehr getroffen. Aber: für sie gilt nicht die Regelung einer 15%igen Kostenbeteiligung. Dies führt zu einer 2-Klassen-Finanzierung – 75 Kinder mit 15 % Kostenbeteiligung der Kirchengemeinde, 25 Kinder mit 0 % Kostenbeteiligung der Kirchengemeinde.Warum sollte die Gemeinde Rimbach 25 Kinder, deren Betreuung vollständig durch Eltern und politische Gemeinde getragen wird, dem ev. KiGa übergeben, statt diese Kinder im Gemeindekindergarten zu erziehen? Ist dieser Vorschlag wirklich zu Ende gedacht?

Ich gehe davon aus, dass der GVe vom GVo der Grundstückskaufvertrag und der Kindergarten-Betriebsvertrag sowie die Planung und detaillierte Kostenschätzung mit Folgekostenschätzung des neu zu errichtenden KiGas vorgelegt werden. Darüber wird in der kommenden Periode im Einzelnen zu reden sein.

Der Vorlage des GVo werde ich um der Kinder willen zustimmen. Die aufgezeigte Lösung stellt die Fortsetzung der Kindererziehung auf hohem Niveau sicher. Das ist das Entscheidende. Mit einer hoffentlich einstimmigen Beschlussfassung der GVe findet die Wahlperiode ein gutes Ende.

Ende gut – alles gut.




FDP Rimbach – FDP enttäuscht von der evangelischen Kirchengemeinde

Auszug:

Enttäuscht zeigt sich die Rimbacher FDP von der Entscheidung der evangelischen Kirchengemeinde Rimbach, die Trägerschaft des evangelischen Kindergartens zum Ende des kommenden Jahres  aufzugeben. Nach einer Zusammenkunft der Liberalen Runde kommentiert der FDP-Vertreter in der Gemeindevertretung, Roland von Hunnius, die überraschende Kündigung des Vertrages mit der Gemeinde Rimbach: „Die evangelische Kirche verabschiedet sich nach achtzig Jahren mit einer Vertragskündigung und einer lapidaren Pressemitteilung von der Kleinkindererziehung. Sie stellt überraschend eine soziale Aufgabe ein, auf deren Wahrnehmung sie im Sinne einer christlichen Prägung junger Menschen  in der Vergangenheit großen Wert legte. Sie lässt 75 Kindergartenkinder und deren Eltern im Regen stehen und kippt ihre Probleme vor der Tür des Rathauses ab – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem die Gemeinde um ihre finanzielle Stabilität ringt und zu Steuer- und Gebührenerhöhungen gezwungen ist.“

Zum Herunterladen: 2015-08-07_PM_ev.KiGa_Rimbach




Landesregierung will das Gymnasium als bildungspolitischen Steinbruch nutzen

Freie Demokraten und Junge Liberale kritisieren Abbau bei der Lehrerversorgung und unterstützen Demonstration in Bensheim

Bensheim. Der FDP Kreisverband, die Kreistagsfraktion und die Jungen Liberalen im Kreis Bergstraße zeigen sich wegen der Pläne der hessischen Landesregierung im Bereich der Lehrerversorgung für Gymnasien schockiert. „Was hier passiert ist nicht weniger als ein massiver Abbau von Lehrkräften für den beliebtesten Bildungsgang – das Gymnasium. Die Folgen sind klar: Die Lehrerversorgung wird um etwa 8 Prozent und damit wieder unter 100 Prozent sinken, die Klassengrößen dementsprechend steigen. Wer mit Rechenmodellen erklären will, dass dies ja nur ein bis drei Schüler mehr pro Klasse sind, verkennt das Kurssystem der Oberstufen – es werden schlicht für manche Kurse nicht mehr genügend Lehrer vorhanden sein, etwa in den so wichtigen MINT-Fächern. Damit wird unweigerlich auch die Qualität des Abschlusses leiden. Das kann mit Blick auf die Anstrengungen der letzten Jahre nicht ernst gemeint sein und ist schlicht ein bildungspolitischer Irrweg“, so der schulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Kreistag, Jascha Hausmann (Bensheim).

Besonders perfide finden die Freidemokraten und ihr politischer Nachwuchs, dass durch diese Argumentation versucht werde, die verschiedenen zweifelsohne wichtigen bildungspolitischen Bereiche wie den Ausbau des Ganztagsprogramms an Grundschulen und die Inklusion gegen die Lehrerversorgung an Gymnasien auszuspielen. „Natürlich wollen auch wir den Ausbau von Ganztagsangeboten und eine inklusive Beschulung der jungen Menschen, für die dieses Angebot sinnvoll bereitgestellt werden kann. Aber dass dies nun zu Lasten des Angebots und der Qualität an Gymnasien gehen soll, kann kaum ernst gemeint sein“ so der Kreisvorsitzende der Jungliberalen, Sascha Durrer (Bürstadt).

Jungliberale und Freie Demokraten an der Bergstraße unterstützen daher ausdrücklich die Proteste des Kreiselternbeirates sowie der Schülervertretungen gegen die Pläne der Landesregierung und rufen dazu auf, an der Demonstration am 16. Juli in Bensheim teilzunehmen. „Wir werden nicht akzeptieren, dass die schwarz-grüne Koalition in Wiesbaden in totaler Verkennung der Schulrealität die beste Lehrerausstattung, die es in Hessen je gegeben hat, in weniger als zwei Jahren wieder kaputt macht. Daher setzen wir auf den starken Protest von Eltern, Lehrern und der verantwortungsvollen kommunalpolitischen Kräfte“, so der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten, Till Mansmann (Heppenheim).

Info: Die Demonstration beginnt am 16. Juli um 08:00 Uhr am Beauner Platz; die Abschlusskundgebung soll ab 12:30 Uhr an der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim stattfinden.




FDP Rimbach – Anfrage zum Erweiterungsbau des ev. Kindergartens in Zotzenbach

Zum Herunterladen: 2014-07-24_FDP-Anfrage_Kindergarten_Zot




FDP Kreistagsfraktion – Anfrage zu Inklusive und Förderschulen im Kreis Bergstraße (Hörst – 24.11.13)

Zum Herunterladen: 131216_KT-Fraktion_Anfrage_Inklussion_und_Foerderschule




FDP Kreistagsfraktion – Ergänzende Anfrage zur Gesunden Schule/Schulverpflegung (Hörst – 24.11.13)

Zum Herunterladen: 131216_KT-Fraktion_Anfrage_Gesunde_Schule_II




FDP Kreistagsfraktion – Anfrage zu Schulverpflegung im Rahmen des Projekts Gesunde Schule (Hörst – 21.10.13)

Zum Herunterladen: 131111_KT-Fraktion_Anfrage_Schulverpflegung




FDP Kreistagsfraktion – Ergänzungsantrag zur Verschmelzung des EB Gebäudewirtschaft mit der Schulabteilung (Hörst – 10.10.13)

Zum Herunterladen: 131111_KT-Fraktion_ErgaenzungsA_Gebaeudewirtschaft_Schulabteilung




FDP Kreistagsfraktion – Anfrage zum Sachstand Odenwaldschule (Hörst – 16.08.13)

Zum Herunterladen: 130909_KT-Fraktion_Anfrage_OSO




FDP Bürstadt – Antrag zur Einrichtung eines Ausbildungsplatzes an der DH B-W (Vetter – 26.07.12)

Zum Herunterladen: AntragCDU_FDP_AusbildungWiFoe